12 Fakten zur Zusammensetzung des Hygieneschutzes
1: Tampons sind nicht biologisch abbaubar
2: Traditioneller Hygieneschutz verschmutzt die Meere
3: Menstruationstassen können einen toxischen Schock verursachen
4: Ein toxischer Schock ist sehr selten
5: Externe Schutzmaßnahmen können keinen toxischen Schock verursachen
6: Das Bleichen von Damenbinden ist ein Standardprozess
7: Marken sind nicht verpflichtet, die gesamte Zusammensetzung der Schutzmaßnahmen aufzulisten
8: Zellulose-, Polyolefin- und Polymermaterialien werden am häufigsten verwendet
9: Damenbinden können Allergien auslösen
10: Binden und Tampons können Pestizide enthalten
11: Die GOTS-Bio-Zertifizierung garantiert den Verzicht auf Pestizide, Herbizide und chemische Düngemittel
12: Anses ist die nationale Referenzagentur zu diesem Thema

1: Tampons sind nicht biologisch abbaubar
In Frankreich verwenden Frauen im Alter von 13 bis 50 Jahren 290 Verhütungsmittel pro Jahr, um sich vor ihrer Periode zu schützen. Eine einzelne Frau wirft im Laufe ihres Lebens rund 11.000 Tampons oder Binden weg; diese Müllmenge ist enorm! Die Menge an Plastik, die in Tampons steckt, ist erschreckend: Die Verpackung besteht aus Plastik, die Applikatoren sind aus Plastik, auch die Fäden enthalten Plastik und viele Tampons haben im saugfähigen Teil sogar eine dünne Plastikfolie.

2: Traditioneller Hygieneschutz verschmutzt die Meere
Eine beträchtliche Menge an Hygieneprodukten landet zudem in Flüssen und anschließend im Meer. Werden diese Produkte in die Toilette gespült, verstopfen sie nicht nur die Rohre, sondern können bei einem Ausfall der Kanalisation auch im Meer landen. Der Beweis liegt in Form der Ocean Conservancy, die im Jahr 2009 fast 25.000 Tampons und Applikatoren an Stränden sammelte. Wie anderer Müll, der in den Ozeanen landet, werden sie von Meerestieren aufgenommen. Dies führt zu Verdauungsstörungen, die ihr Verdauungssystem blockieren und somit zu ihrem Tod führen können.

3: Menstruationstassen können einen toxischen Schock verursachen
Leider sind Menstruationstassen nicht immun gegen das toxische Schocksyndrom. Was ist ein toxischer Schock? Eine sehr seltene, aber potenziell tödliche Infektion. Sie wird durch das Bakterium Staphylococcus aureus verursacht. Dieses Bakterium nutzt den stagnierenden Menstruationsfluss zur Vermehrung. Es produziert Giftstoffe, die durch das Blut gelangen und rote Blutkörperchen zerstören, Immunzellen aktivieren und zu einer weit verbreiteten Infektion führen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Menstruationstasse mehrmals täglich zu leeren (empfohlen wird, sie dreimal täglich zu leeren).

4: Ein toxischer Schock ist sehr selten
Ja, das Toxische Schocksyndrom (TSS) ist sehr selten. Allerdings haben wir festgestellt, dass die Zahl der Patientinnen, die im Zusammenhang mit der Menstruation einem TSS ausgesetzt sind, in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen ist. Im Jahr 1990 wurden in Frankreich keine Fälle registriert, im Jahr 2004 waren es fünf und im Jahr 2014 22. Leider können wir uns diesen Anstieg derzeit nicht erklären. Vielleicht ist die Diagnose dieser Krankheit besser? Hier sind einige Symptome des toxischen Schocksyndroms: - Plötzliches Fieber (38,9 °C oder höher) - Erbrechen - Unwohlsein und Kopfschmerzen - Durchfall - Hautausschlag ähnlich einem Sonnenbrand

5: Externe Schutzmaßnahmen können keinen toxischen Schock verursachen
Die wirksamste Lösung zur Vorbeugung des Toxischen Schocksyndroms ist der Verzicht auf innere Hygieneprodukte, da diese das Blut in der Vagina stagnieren lassen und die Bakterienbildung fördern. Äußere Hygieneprodukte, die den Blutabfluss aus der Vagina ermöglichen, sind die beste Lösung. Wie Menstruationshöschen, waschbare Binden oder Menstruationsbadeanzüge. Immer mehr Frauen überdenken ihre Menstruationsschutzmethoden und greifen auf externen Schutz zurück. Warum also nicht einmal einen Versuch wagen?

6: Das Bleichen von Damenbinden ist ein Standardprozess
Anders als man vielleicht denken könnte, zielt dieser Prozess nicht darauf ab, die Fasern „weiß“ zu machen, dies ist lediglich das Ergebnis ihrer Reinigung. Tatsächlich ist das Bleichen ein Schritt, dessen Ziel darin besteht, Verunreinigungen durch Reinigen der Fasern zu beseitigen.

7: Marken sind nicht verpflichtet, die gesamte Zusammensetzung der Schutzmaßnahmen aufzulisten
Nicht auf allen Verpackungen einer Binde oder eines Tampons ist eine Liste aller Bestandteile zu finden. Aufgrund eines sogenannten Betriebsgeheimnisses möchten die Marken nicht alle Zusammensetzungen ihrer Produkte preisgeben. Seit Sommer 2015 fordert Mélanie Doerflinger Tampax, seine Konkurrenten und die Behörden auf, eine Liste der Zusammensetzung von Damenhygieneprodukten auf den Produktverpackungen zu erhalten. Trotz über 180.000 Unterschriften blieb dieser Versuch vergebens. Es ist Zeit, dass sich das ändert.

8: Zellulose-, Polyolefin- und Polymermaterialien werden am häufigsten verwendet
Tampon-Saugmaterialien werden aus Zellulosefasern (aus Holz oder anderen organischen Materialien) hergestellt und saugfähige Mikrokügelchen sind häufig in Binden für starke Blutungen enthalten. Synthetische Produkte wie Polyolefine (Polyethylen und Polypropylen) finden sich auch in der Zusammensetzung von Binden und Slipeinlagen, oft in der wasserdichten Außenschicht, die Feuchtigkeit speichert. Das superabsorbierende Polymer Polyacrylat ist ein Erdölderivat und somit Kunststoff.

9: Damenbinden können Allergien auslösen
Wussten Sie, dass fast 30 % aller Frauen allergisch auf Einweg-Damenbinden reagieren? Wenn Sie während Ihrer Periode feststellen, dass das Tragen von Binden aufgrund von Reizungen oder Brennen im Bereich der Vulva unerträglich wird, entfernen Sie diese so schnell wie möglich und überprüfen Sie Ihren Menstruationsschutz. Es gibt Menstruationshöschen oder Menstruationsbadeanzüge für diejenigen, die schwimmen

10: Binden und Tampons können Pestizide enthalten
Diese weisen laut Tests mehrerer französischer Organisationen Rückstände von Pestiziden, Dioxinen, halogenierten Derivaten usw. auf. Bei einigen der identifizierten Schadstoffe handelt es sich vermutlich um krebserregende, giftige oder endokrin wirksame Stoffe.

11: Die GOTS-Bio-Zertifizierung garantiert den Verzicht auf Pestizide, Herbizide und chemische Düngemittel
Das GOTS-Label (Global Organix Textile Standard) ist das zuverlässigste Label, um die ökologische Qualität von Menstruationsschutz sicherzustellen. Es stellt sicher, dass das Produkt aus zertifizierten Biofasern hergestellt ist. Somit garantiert diese Zertifizierung die Einhaltung ethischer, sozialer, ökologischer und gesundheitlicher Kriterien in der gesamten Herstellungs- und Vertriebskette. Das GOTS-Label bescheinigt, dass Intimschutzprodukte frei von allen giftigen Substanzen (endokrine Disruptoren, Chlorbleichmittel, Phthalate, krebserregende Stoffe usw.) sind.

12: Anses ist die nationale Referenzagentur zu diesem Thema
Seine zentrale Aufgabe besteht darin, Gesundheitsrisiken zu bewerten, um so die Öffentlichkeit über entsprechende Maßnahmen zu informieren und so zur Gewährleistung der Sicherheit von Arbeitnehmern und Verbrauchern beizutragen. Im Jahr 2018 wurde eine Expertenbewertung der verschiedenen Intimschutzprodukte durchgeführt, die ihre Zusammensetzung darlegt und verschiedene Empfehlungen ausspricht. Im Jahr 2021 wurde eine weitere Bewertung zu Menstruationstassen und Tampons veröffentlicht.